Die Geschichte hinter Eduard/

Ich bin Eduardo Molina, Teesommelier und Gründer von Eduard/.

In beinahe zwanzig Jahren mit Tee war ich rund um die Welt unterwegs und habe dabei die faszinierenden Geschichten der Menschen, die ihn herstellen, kennengelernt. Tee ist eine kulturelle Errungenschaft mit einer Tradition, die Jahrtausende zurückreicht. Über siebzig Länder bauen Tee an. Diese Regionen haben Jahrhunderte damit verbracht, ihr Handwerk zu verfeinern, und ich habe enormen Respekt davor. Das meiste von dem, was ich weiß, habe ich von ihnen gelernt.

Jede Region bringt eigene Aromen, Rituale und Bräuche mit – und genau da wird es leicht, den Überblick zu verlieren. Wo also anfangen?

Als ich Eduard/ 2025 gegründet habe, wollte ich, dass das Label wie eine Reihe von Reisen funktioniert und nicht wie ein Katalog. Eine Region pro Kollektion, fünf Tees, die sich ergänzen und dir ein rundes Bild vermitteln.

Der Schrägstrich hinter Eduard/ steht für die Verbindung zwischen den Menschen, die den Tee machen, und den Menschen, die ihn trinken. Nicht ich mache diesen Tee – das tun die Produzentinnen und Produzenten in Nepal, in Sikkim, in den Anden. Ich bringe ihn zu dir und erzähle dir seine Geschichte.

Für Eduard/ gilt eine Regel: Was ich nicht besucht habe, kaufe ich nicht. Ich will auf dem Feld gestanden, die Produktionsstätten gesehen und den Menschen die Hand gegeben haben, bevor ein Tee zu uns kommt. Aus demselben Grund sind alle Bilder und Videos, die du bei uns siehst, unsere eigenen – nichts davon ist eingekauft.

Drei Dinge haben wir uns zu Beginn aufgeschrieben, und sie entscheiden bis heute, welchen Tee wir in unsere Kollektionen aufnehmen:

  • Qualität – im Geschmack und darin, wie ein Tee entsteht: naturbelassen angebaut, fair bezahlt, mit einem Nutzen für die Menschen vor Ort.
  • Beziehungen – zu den Gärten, mit denen wir arbeiten, und zu dir. Wir bleiben, wo es gut ist.
  • Neugier – die Lust, Tee aus einer Region zu probieren, die man noch nicht kennt.

Am Ende geht es nicht nur um Tee, sondern darum, was du dabei erlebst. Deshalb stehen wir bei den Tastings selbst am Tisch, deshalb die Pop-ups, deshalb die Geschichte auf jedem Beutel. Und deshalb höre ich heute Sätze, die ich vor zwanzig Jahren selbst zum ersten Mal gesagt habe: Das wusste ich nicht. Das schmeckt ganz anders, als ich dachte.

Eduardo im Gespräch mit einer Teepflückerin in einem Teegarten im Himalaya
Teepflückerinnen mit Körben in einem Teegarten im Himalaya

Wie ich hierherkam

Aufgewachsen bin ich in Chile, mit Beuteltee und viel Zucker. Guten Tee habe ich mit Anfang zwanzig kennengelernt, bei einem Job im Ritz-Carlton in Santiago: vierzig lose Sorten an einer Wand, Namen, von denen ich nie gehört hatte. Ich sagte meinen Eltern, ich werde Teesommelier. Sie sagten, den Beruf gebe es nicht. Ich sagte: Dann sorge ich dafür, dass es ihn gibt. Mein Vater bat mich um einen Plan – und aus diesem Plan wurde eine Liste, die ich die nächsten Jahre abgearbeitet habe:

Sie führte mich in die Sommelier-Schule, weil sich das Verkosten vom Wein auf den Tee übertragen lässt. Auf ein Kreuzfahrtschiff, auf dem ich zwei Jahre lang in jedem Hafen die Teestunde gesucht habe. In meine eigene Wohnung in Santiago, aus der ich ein Teestudio machte – am Ende vier Verkostungen am Tag. In sieben Teeläden, die ich in Chile mit aufgebaut habe. Nach Sri Lanka, nach Darjeeling, nach Japan und nach Taiwan, wo ich ein Jahr blieb: Mandarin lernen unter der Woche, Teegärten besuchen am Wochenende. 107 Länder sind es inzwischen. Das 107. war Nepal – dort entstand unsere erste Kollektion.

Heute lebe ich in Berlin. Von hier aus haben wir die Reise mit Eduard/ begonnen. Ich freue mich, dass du auf dieser Reise dabei bist!

Eduardo neben einem Schild „Origen con Magia“ in einem nebligen Teegarten in Bitaco, Kolumbien

Individuelles Bundle

Stelle deine eigene Experience zusammen

Wähle 5 Tees aus unseren Kollektionen – auch mehrmals denselben – und du sparst 20 % auf deine Zusammenstellung.

Du entscheidest, welche Regionen, Teearten und Intensitäten du nebeneinander probierst.

  • Besos de Café (Bio)
  • Himalaya Spring (Bio)
  • Nieve Andina (Bio)
  • Second Musk Flush
  • Sumaq Yaku (Agroforst) −20 %

5 Tees deiner Wahl

Reinheit: Vertrauen, das man schmeckt.

Wir arbeiten ausschließlich mit Teegärten zusammen, die wir persönlich besucht haben und von deren hohen Standards an Handwerkskunst und sorgsamem Umgang mit Boden und Pflanzen wir uns vor Ort überzeugen konnten.

Jeder unserer Tees stammt aus einem einzigen Garten – wir mischen keine Herkünfte.

Unsere Partner-Teegärten wählen wir mit Bedacht. Entscheidend ist, dass die Produzentinnen und Produzenten im Einklang mit der Natur arbeiten. Böden brauchen Zeit, um zu vergessen, was einmal Chemie war: Je länger eine Farm ohne Pestizide wirtschaftet, desto lebendiger wird ihr Boden und desto mehr Charakter gewinnt der Tee, der aus ihm wächst. Wir suchen diese Farmen auch deshalb dort, wo kaum ein Windstoß hinreicht: in abgelegenen Tälern des Hochlands und fernab von Straßen und fremden Feldern.

Wo es ein EU-Bio-Siegel gibt, kannst du dich darauf verlassen: Dahinter steht ein strenger Standard mit jährlicher Kontrolle. Fehlt es, heißt das umgekehrt nicht zwangsläufig, dass der Tee aus konventioneller Landwirtschaft stammt.

Für viele der kleinen, regionalen Farmen ist eine Bio-Zertifizierung aus finanziellen und logistischen Gründen kaum zu stemmen. Oft sind es aber gerade diese leidenschaftlichen Teebauern, die die außergewöhnlichsten Tees hervorbringen. Was für uns zählt, ist deshalb etwas anderes: die Haltung der Menschen hinter dem Tee – ihr Bekenntnis zu naturbelassenem Anbau, das sich auch ohne Zertifikat schmecken lässt.

Eine Teepflückerin mit einem Korb frischer Blätter und Hände, die ein Glas Tee halten
Schroffe Berglandschaft in den Anden Perus

Unsere Verpackung: ein Material, keine versteckten Schichten

Was wir über einen Tee wissen wollen, fragen wir auch bei seinem Beutel: Woraus besteht er, und was wird aus ihm, wenn der letzte Aufguss getrunken ist?

Viele Teebeutel sehen nach Papier aus und sind doch ein Verbund: Innen klebt eine hauchdünne Schicht Kunststoff oder Aluminium, die sich nicht mehr vom Papier lösen lässt. In Deutschland wird so etwas in aller Regel verbrannt statt recycelt. Unser Beutel besteht deshalb aus nur einem Material – ohne Aluminium, ohne zweite Lage. Damit ist er recycelbar und gehört, wenn er leer ist, in die Gelbe Tonne. Licht, Feuchtigkeit und Sauerstoff hält er trotzdem zuverlässig vom Tee fern.

Genauso klar ist, was darauf steht: der Name der Region, aus der der Tee stammt, wer ihn gemacht hat und wann genau er geerntet wurde.

Dazu Informationen zu dem, was genau diesen einen Tee ausmacht – sein Terroir, sein Charakter, seine Geschichte. Wer noch tiefer eintauchen will, findet über einen QR-Code auf dem Beutel mehr davon.

Auch das Zubereiten überlassen wir nicht dem Zufall: Wassermenge, Teemenge und Ziehzeit für mehrere Aufgüsse stehen für jede Sorte einzeln auf der Verpackung – weil jeder Tee anders reagiert und jede Ernte ihre eigene Balance hat. Eine Chargennummer macht jeden Beutel bis zu seinem Ursprung zurückverfolgbar.

Sogar die Farbe des Beutels verrät etwas: Innerhalb einer Kollektion spiegelt die Farbabstufung die Intensität wider – je dunkler der Farbton, desto kräftiger der Tee.

Für uns gehört das zusammen: Klarheit beim Material, Klarheit beim Inhalt.

Hände halten einen Beutel Sumaq Yaku und ein Glas Tee

Himalaya Experience

Einmal durch den östlichen Himalaya.

5 Tees, 190g · Booklet · Online Tasting

Drei Ernten von Frühling bis Herbst und zwei innovative Ideen aus der Region: Die Himalaya Experience bringt alle fünf Tees aus Nepal, Darjeeling und Sikkim zusammen. Dazu kommen ein Booklet über die Gärten und ein Online Tasting mit Eduardo, der sie aufgespürt hat.

  • Silver Needle Full Moon
  • Himalaya Spring (Bio)
  • Second Musk Flush
  • Autumn Flush
  • Himalaya Imperial Black (Bio)

Von Hand, mit Sorgfalt: Mosaik Berlin

Es gibt Partnerschaften, die man sich sucht, wenn man größer wird – und solche, die von Anfang an da sind. Seit unserer ersten Kollektion im Januar 2026 arbeiten wir mit Mosaik zusammen, den Werkstätten in Berlin, in denen mehr als 1.000 Menschen mit Behinderungen Arbeit finden, die ihren Fähigkeiten entspricht.

Jede Teepackung wird von Hand gewogen, gefüllt und verschlossen – mit einer Sorgfalt, die sich kaum automatisieren ließe.

Der kürzeste Weg

Kürzer geht es kaum: Unser Tee reist direkt von unseren Teeproduzentinnen und -produzenten weltweit zu Mosaik nach Berlin – ohne Zwischenlager, ohne Umweg. Dort wird er konfektioniert und von dort geht er direkt in den Versand zu dir.

Das war einer der Gründe, warum wir uns für Mosaik entschieden haben. Wo es kein Zwischenlager gibt, fallen auch die Fahrten dorthin und wieder hinaus weg – der Tee nimmt den direkten Weg.

Für uns ist diese Zusammenarbeit kein zusätzliches Engagement neben dem eigentlichen Geschäft, sondern Teil dessen, wie wir Tee verstehen: als Ergebnis menschlicher Sorgfalt, nicht anonymer Prozesse. Direkte Kommunikation, ein gemeinsames Verständnis für Qualität und ein Gespür für das Produkt, das unseren eigenen Ansprüchen genügt – das finden wir bei Mosaik wieder.

Wo andere auf Geschwindigkeit setzen, setzen wir auf Hände, die wissen, was sie tun. Und darauf, dass diese Hände seit dem ersten Tag dieselben sind.

Schild der Mosaik-Werkstatt, in der unsere Tees verpackt werden
Hände in Handschuhen verschweißen einen Eduard/-Beutel
Tee wird auf einer Waage in Beutel abgewogen
Eine Kiste voller frisch verpackter Eduard/-Beutel