Tee aus der Neuen Welt

Eduard/Andes

Südamerikanischer Tee hat kaum den Weg in andere Teile der Welt gefunden - bis jetzt. Mit Eduard/Andes setzen wir ihn auf die Landkarte.

Die Anden

Wo Natur auf Handwerk trifft

Von Kolumbien bis Chile: Mit ihren fast 9000 km Länge erstrecken sich die Anden über Wüsten, eisige Gipfel und Regenwälder. Im äquatorialen Norden wechseln sich Regen- und Trockenzeiten ab. Im frühen 20. Jahrhundert gelangte Tee erstmals aus Asien in die Berge Kolumbiens und Perus, wo er das ganze Jahr über gedeiht. 

Häufig gestellte Fragen

Hast du eine Frage zu Eduard/, unseren Kollektionen oder deiner Bestellung, die hier nicht beantwortet wird? Sende uns einfach eine E-Mail.

Was ist das Besondere an Eduard/Teas?

Alle unsere Tees stammen direkt von Produzent:innen, die wir kennen, und aus Gärten, die wir persönlich besucht haben. So stellen wir sicher, dass nur die hochwertigsten Blätter in deine Tasse gelangen. Jede Kollektion besteht aus fünf Teesorten aus einer einzigen Region und ist als ein Erlebnis konzipiert, durch das du mehr über das Terroir und die Menschen erfahren kannst, die jeden Tee einzigartig machen.

Welches Wasser ist für den Tee gut geeignet?

Wasser ist fast alles, was in der Tasse landet — seine Qualität entscheidet also einen großen Teil dessen, was du schmeckst. Nimm das weichste Wasser, das du bekommen kannst: gefiltertes Wasser oder ein mineralarmes Quellwasser wie Volvic. Hartes, stark mineralisiertes Wasser lässt den Tee flach schmecken — die feinen blumigen und honigsüßen Noten verschwinden hinter den Mineralien, übrig bleibt ein stumpfer, leicht kreidiger Eindruck. Bei einem weißen Tee dieser Feinheit ist der Unterschied nicht subtil: Dieselben Knospen können wie zwei verschiedene Tees schmecken.

Ist dein Leitungswasser hart, reicht ein einfacher Filterkrug — Spezialgerät braucht es nicht. Für den Cold Brew gilt dasselbe: weiches Wasser, ab in den Kühlschrank.

Sind eure Tees Bio?

Ein Teil ja, ein Teil nicht — und beides aus demselben Grund. Wir wählen Gärten nicht nach dem Siegel aus, sondern danach, wie dort gearbeitet wird: ohne chemische Pestizide, meist in abgelegenen Hochlagen. Für viele der kleinen Betriebe, die die außergewöhnlichsten Tees machen, ist eine Zertifizierung nicht bezahlbar. Ob ein Tee zertifiziert ist, steht auf seiner Produktseite.

Wohin versendet ihr?

Aufgrund neuer EU-Vorschriften versenden wir derzeit nur nach Deutschland. Wir hoffen, bald wieder in alle EU-Länder versenden zu können. Abonniere unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Sind Eduard/Teas im Handel erhältlich?

Derzeit sind unsere Tees in Berlin bei Goldhahn&Sampson, Kulturkaufhaus Dussmann, Urban Therapy im Bikini Berlin und der Keit Bäckerei erhältlich. Abonniere unseren Newsletter, um die neuesten Updates zu erhalten.

Wie sind eure Rückgaberichtlinien?

Das hängt davon ab, ob der Beutel offen ist. Für geöffneten Tee gilt unsere 30-Tage-Zufriedenheits-Garantie: Schreib uns innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt, und du bekommst den vollen Betrag zurück — zurückschicken musst du nichts. Ungeöffnete Ware kannst du innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt widerrufen, wie in unseren Rückgaberichtlinien beschrieben.

Welches Wasser ist für den Tee gut geeignet?

Wasser ist fast alles, was in der Tasse landet — seine Qualität entscheidet also einen großen Teil dessen, was du schmeckst. Nimm das weichste Wasser, das du bekommen kannst: gefiltertes Wasser oder ein mineralarmes Quellwasser wie Volvic. Hartes, stark mineralisiertes Wasser lässt den Tee flach schmecken — es drängt die Röst- und Kakaonoten in den Hintergrund und hinterlässt eine trockene, kreidige Kante statt der runden Süße, auf die diese Mischung gebaut ist.

Ist dein Leitungswasser hart, reicht ein einfacher Filterkrug — Spezialgerät braucht es nicht. Für den Cold Brew gilt dasselbe: weiches Wasser, ab in den Kühlschrank.

Was ist der Unterschied zwischen Wulong und Oolong?

Keiner — es ist derselbe Tee. Beide Schreibweisen geben dasselbe chinesische Wort wieder: 烏龍, „schwarzer Drache“, benannt nach den dunklen, gedrehten Blättern der ersten Tees dieser Art aus Fujian. „Oolong“ kam im 19. Jahrhundert über die südchinesischen Teehäfen nach Europa und folgt der dortigen Aussprache im Hokkien-Dialekt; „Wulong“ ist die heutige Umschrift des Hochchinesischen — deshalb schreiben wir Wulong.

In Frankreich heißt derselbe Tee übrigens noch einmal anders: thé bleu, blauer Tee. Der Name kommt von der chinesischen Kategorie 青茶, deren Farbwort irgendwo zwischen Blau und Grün liegt — gemeint ist die halbe Oxidation, die diese Tees zwischen grünen und schwarzen Tee stellt.

Hängen Intensität des Tees und Koffeingehalt zusammen?

Weniger, als man denkt. Was du als Intensität schmeckst, kommt von Gerbstoffen, Oxidation und Röstnoten — das Koffein selbst schmeckt man kaum. Ein heller, zarter Tee kann mehr davon enthalten als ein dunkler, kräftiger. Deshalb zeigen wir die beiden Skalen getrennt.

Der Grund liegt in der Pflanze. Koffein ist nicht für uns gedacht, sondern Abwehr: Die Teepflanze bildet es, um Insekten von ihren jüngsten Trieben fernzuhalten. Genau dort sitzt es am dichtesten — in der Knospe und den obersten Blättern, während ältere, festere Blätter weniger enthalten. Ein Tee aus reinen Knospen, hell in der Tasse und zart im Geschmack, liegt beim Koffein deshalb oft höher als ein dunkler Schwarztee. Dazu kommen Sorte, Höhenlage, Temperatur und der Zeitpunkt der Ernte — und am Ende die Tasse selbst: Wie viel Blatt du nimmst, wie heiß das Wasser ist und wie lange es zieht, entscheidet mit, wie viel Koffein wirklich im Aufguss landet.

Die Größenordnung rückt das zurecht. Je nach Blatt und Aufguss liegt eine Tasse Tee zwischen etwa 10 und 70 Milligramm Koffein — unten leichte Aufgüsse aus Stielen und älteren Blättern, oben ein kräftig dosierter Schwarztee aus jungem Blatt. Eine Tasse Kaffee fängt bei rund 90 Milligramm an und kommt je nach Bohne, Röstung und Menge auf 200 und mehr. Kaffee beginnt also ungefähr dort, wo Tee aufhört.

Kurios dabei: Im trockenen Teeblatt steckt anteilig mehr Koffein als in der Kaffeebohne. Entscheidend ist eben nicht der Gehalt im Rohstoff, sondern wie viel davon ins Wasser übergeht — und dafür braucht es Oberfläche. Die Bohne wird gemahlen; ein ganzes Blatt gibt in zwei Minuten nur einen Teil ab. Genau deshalb ist Matcha die Ausnahme unter den Tees: Er wird zu feinem Pulver vermahlen und nicht aufgegossen, sondern mitgetrunken — Blatt und Koffein landen vollständig in der Schale. Ein Matcha liegt damit näher am Kaffee als am Tee.